Berichte
Hier finden Sie Berichte über Veranstaltungen des TRaB e. V.
„Wahrnehmung“ von Uschi Lechner, Veronika Lechner und Sonja Lauber-Karres | Lesen
Um 10 Uhr trafen sich 20 Reitpädagoginnen auf dem Graz(ie)nhof in Elendskirchen zur eigentlich gemeinsam mit den Hippotherapeuten geplanten Fortbildung. Leider konnte keine der Physiotherapeutinnen kommen, aber für nächstes Jahr werden sie wieder die fachübergreifende Fortbildung ausrichten und dann wird sich der kollegiale Austausch wieder ergeben.
Zuerst besichtigten wir den sehr schön und liebevoll umgebauten Hof, der noch einige Zeit brauchen wird, bis er fertiggestellt sein wird.
Sonja Lauber-Karres führte uns anschließend im Reiterstüberl in die Theorie der Wahrnehmung ein. Gott sei Dank bekamen wir ein sehr ausführliches Skript für unseren persönlichen Gebrauch mit, denn die umfassenden Erkenntnisse zu den Formen der Wahrnehmung, der Wahrnehmungstheorie sowie der Entwicklung der Wahrnehmung waren zwar in den Grundzügen allen bekannt, doch ist ein vertieftes Nachlesen zu Hause sicher eine gute Ergänzung, um all das Gehörte in Ruhe noch mal zu verdauen.
Ebenso konnten wir durch die knappe Zeit für dieses sehr komplexe Thema auf die Entstehung, Diagnose und Behandlung der Wahrnehmungsstörungen, mit denen wir es in unserer Arbeit häufig zu tun haben, nur am Rande eingehen, doch wir bekamen noch einen Fachartikel hierzu zum Heimstudium.
Anschließend gingen wir in 2 Gruppen auf den Platz bzw. der Reithalle in den ersten Praxisteil, der mit Übungen am Pferd zum Sehen, Hören, Fühlen und Riechen sowie Schmecken gut nutzbare Anregungen für neue Spielideen für den Therapiealltag mit den Pferden gab.
Nach einem Mittagessen waren wir gestärkt für einen zweiten praktischen Teil am und auf dem Pferd. Wir wurden in Zweiergruppen Pferden zugeteilt und probierten abwechselnd als Führer und Reiter weitere Spiele mit und ohne Materialien zu allen Sinnesbereichen aus.
Zum Abschluss trafen wir uns bei Kaffee und Kuchen noch zur Auswertung. Es war ein sehr fröhlicher, lebendiger Fortbildungstag, der uns alle mit neuen Ideen und Lust auf Spiele versorgte. Der Wunsch nach einer Spielesammlung nach Themenbereichen sortiert auf unserer homepage wurde laut und Sonja wird sich um die Durchführbarkeit evtl. mit einem Formblatt zur einheitlichen Darstellung kümmern.
Wir danken Sonja für die gute theoretische Einstimmung und die Auswahl der Sinnesspiele sowie Veronika und Uschi für ihre Gastfreundschaft und die sehr gelungene Durchführung auf dem Grazienhof. Wir hatten viel Spaß mit den zwei- und vierbeinigen Kollegen und sehen uns im kommenden Jahr hoffentlich wieder so zahlreich auf den nächsten Fortbildungen.
Autorin: Birgit Brendel
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Bei herrlichem Sommerwetter mit Hitze trafen wir uns morgens am Stall Walleshauser und wurden herzlich von Snorri Johannesson, dem isländischen Trainer und Reitlehrer vom Islandgestüt Walleshauser begrüßt.
Wir waren 13 Teilnehmerinnen und wurden in 2 Gruppen auf den Schulisis unterrichtet. Vormittags erteilte Snorri in der Reithalle Unterricht speziell im Hinblick auf das Gleichgewicht von Pferd und Reiter.
Zu Beginn sollten wir uns einfach nur in die Schrittbewegungen des Pferdes einfühlen und diesen folgen ohne selbst aktiv zu sein, um das Gleichgewicht nicht zu stören. Anschließend sollten wir mit z.T. hingegebenen Zügeln Übergänge Schritt/Trab nur durch Aus- und Einatmen in harmonischen, flüssigen Bewegungsabläufen einüben. Der Tölt wurde auch erklärt und für einige von uns war es das erste Mal, dass diese Gangart geritten wurde. Hierfür mussten die korrekten Hilfen angewandt werden, ohne dabei das Pferd aus dem Gleichgewicht zu bringen, damit auch der Reiter in Balance sitzen konnte. Der Galopp wurde dann im Wechsel mit und ohne Zügeleinwirkung nur aus dem ausbalancierten, losgelassenen Sitz eingeübt.
Nach einem sehr gutem und üppigen Mittagessen ging es am Nachmittag mit den bereits vom Vormittag bekannten Pferden auf die Töltbahn in die Gluthitze.
Bevor wir selber reiten sollten, zeigte uns Snorri noch mit seiner Schimmelstute das ausbalancierte Reiten in perfekter Harmonie ohne Sattel und nur mit Halsring in allen Gangarten und in einem irren Tempo in Tölt und Rennpass.
Wir versuchten dies dann im Rahmen unserer Möglichkeiten nachzureiten und konnten alle feststellen, dass der zweite Ritt bereits viel besser klappte, da wir uns mit den Ponies und den speziellen Hilfen zum Tölten sicherer fühlten. Leider stürzte Sonja mit ihrer Stute unglücklich und musste verletzt nach Hause gebracht werden, was der guten Stimmung zum Schluss etwas abträglich war.
Wir danken Snorri und Andrea Walleshauser für diesen sehr schönen und lehrreichen Tag. Die eingesetzten Schulpferde waren alle sehr rittig und verdienten großen Respekt, dass sie mit uns an diesem sehr heißen Tag so viel Geduld und Ausdauer bewiesen.
Autorin: Birgit Brendel
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Erfreulicherweise trafen sich diesmal unsere Mitglieder sehr zahlreich zu dieser Fortbildung, die von Conny Zwolinski in den Räumlichkeiten von Andrea Walleshauser im Anschluss an die Jahreshauptversammlung abgehalten wurde.
Fr. Zwolinski gliederte ihre Fortbildung sehr übersichtlich in einen allgemeinen Teil zur Häufigkeit von Reitunfällen, die Notwendigkeit der 1. Hilfe sowie zu dem sehr unangenehmen Thema: Reitunfälle und Haftung.
Anschließend ging es um:
Notfallmanagement
Erkennen und Beurteilen von Verletzungen
Versorgen und Ruhigstellen
Der bewusstlose Reiten ( Herz-Lungen-Wiederbelebung)
Vorgehensweisen bei den häufigsten Verletzungen ( Atemnot nach Aufprall, Schädelverletzung/ Gehirnerschütterung, Blutungen, Offene und einfache Brüche, Wirbel- und Beckenbrüche, Kreislaufzusammenbrüche, Schock und Fremdkörperverletzungen.
Zum Abschluss gab es noch eine zusammenfassende Selbstkontrolle in Form eines Fragebogens, der in Kleingruppen gemeinsam erarbeitet wurde, um die vielen Informationen des Tages noch mal in ihrer Verständlichkeit zu überprüfen.
Leider war der zeitliche Rahmen von vier Stunden zu knapp gefasst, um die viele Theorie auch ausreichend in der Praxis zu erproben. Wir übten nur die Lagerung in der stabilen Seitenlage, die es seit Neuestem in einer vereinfachten Version anzuwenden gilt, in beiden Methoden.
Deshalb ergab sich der Wunsch, noch einen zweiten praktischen Teil zur Vertiefung des theoretischen Wissens anzubieten , um das Anlegen verschiedener Verbände, die Wiederbelebung und die Lagerung von Brüchen noch eingehender zu üben.
Es war eine sehr interessante Fortbildung, die von Fr. Zwolinski sehr lebendig und anschaulich gestaltet wurde. Nur gelegentlich war sie nicht für schwache Nerven geeignet und wir alle freuen uns schon auf eine Fortsetzung und hoffen, unser aufgefrischtes Wissen nicht in der Praxis beweisen zu müssen.
Conny Zwolinski noch mal vielen Dank für den sehr informativen und unterhaltsamen Nachmittag,
Birgit Brendel




